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Versuche durchführen, Protokoll erstellen Biologie, Geografie,
Chemie
ab Klasse 9 *** schwierige Versuche Präsentation

Thema: Salz & Pflanze

Information zum Thema

Klar, wirst du jetzt sagen, das braucht man doch gar nicht ausprobieren: Pflanzen vertragen kein Salz. Deshalb darf man ja auch kein Streusalz mehr verwenden, um das Eis auf dem Bürgersteig zu entfernen. Wir aber wollen hier nicht etwas zeigen, was man schon weiß, sondern es geht darum, mehr herauszubekommen. Alle Pflanzen tolerieren geringe Salzmengen bzw. brauchen sie sogar. Die Frage ist nur, ab welcher Konzentration Salz schädlich ist. Dies ist nicht bei allen Pflanzenarten gleich. Im Folgenden werden Versuche vorgestellt, durch die du mehr über den Einfluss von Salz auf Pflanzen erfahren kannst. Sie geben Anregungen, wie man zeigen kann, ob eine Pflanze durch bestimmte Salzkonzentrationen im Boden bzw. Wasser geschädigt wird.

Arbeitsauftrag

Versuch 1 Besorge dir einen Strauß Blumen der gleichen Art. Stelle die Stiele in normales Leitungswasser. Entferne von Mineralwasser, in dem ja laut Analyse (vgl. Aufdruck) auch Kochsalz vorhanden ist, durch Kochen die Kohlensäure, kühle das Wasser ab und stelle einen Blütenstiel hinein. Wiege dann eine bestimmte Menge Kochsalz ab. Gib in eine Flasche mit 1 l Wasser unter Rühren so viel von dem Salz hinein, dass es deutlich salzig schmeckt. Wiege das restliche Salz. Die Differenz zwischen der noch vorhandenen Menge und der ursprünglichen Einwaage entspricht der Menge, die du in das Glas gegeben hast. Die Zahl solltest du, wie auch die Menge an Salz, das im Mineralwasser enthalten ist, notieren, weil sie für weitere Versuche wichtig ist. Dann stelle einen Blütenstiel hinein und beobachte in regelmäßigen Abständen (ca. alle 30 Minuten), was passiert. Protokolliere deine Beobachtungen und fertige gegebenenfalls Zeichnungen an.

Versuch 2 Wenn du den Versuch 1 durchgeführt hast, hast du sicher festgestellt, dass eine Salzmenge, die man deutlich schmecken kann, für Pflanzen, die nicht am oder im Meer wachsen, schädlich ist. Schön wäre es jedoch, genauer herauszubekommen, welche Salzkonzentrationen der Pflanze schaden. Wieder sind Schnittblumen deine Versuchsobjekte. Diesmal brauchst du jedoch zehn nummerierte Flaschen und einen Messbecher. Setze nun 1 Liter Salzwasser mit der doppelten Konzentration vom ersten Versuch an (also musst du doppelt so viel Salz nehmen) und rühre gut um. Gieße einen halben Liter in eine 1 l Flasche (Flasche 1) und fülle die gleiche Menge Leitungswasser hinzu. Schütteln! Nimm die Hälfte davon und gieße sie in Flasche 2 und fülle wieder mit Leitungswasser auf. Schütteln! Fahre nun so fort, bis du bei Flasche 10 angelangt bist. Bei der letzten Flasche schüttest du die Hälfte weg. Nun solltest du zehn Flaschen mit je 0,5 l Inhalt haben. Das Wasser in jeder Flasche enthält nur halb so viel Kochsalz wie die vorherige, Flasche 1 also die höchste Konzentration, Flasche 10 die niedrigste. Erstelle zunächst eine Tabelle, aus der hervorgeht, wieviel Salz pro Liter sich in den einzelnen Flaschen befindet. Gib dann in jede Flasche einen Blütenstiel und beobachte wie bei Versuch 1. Ist der Stiel zu kurz, kannst du von jeder Flasche Wasser in ein Glas gießen, das dann allerdings mit der gleichen Nummer beschriftet werden muss. Beobachte wie bei Versuch 1 und protokolliere deine Ergebnisse.

Versuch 3 Sicher möchtest du wissen, was in den Pflanzen passiert, wenn sie durch Salz geschädigt werden. Das kann man sehen, wenn man einzelne Zellen unter dem Mikroskop mit der Salzlösung in Kontakt bringt. Informiere dich in einem Biologiebuch oder bei deinem/r Lehrer/in, wie man Zwiebelepidermis mikroskopiert. Sieh dir zunächst einmal Zwiebelzellen an, die in Leitungswasser liegen und zeichne sie. Dann kannst du folgenden Versuch durchführen: Gib Zwiebelepidermis auf Objektträger, auf die jeweils ein Wassertropfen aus den Flaschen mit verschiedenen Salzkonzentrationen aufgetragen wurde. Wenn die Zeit für die Betrachtung von zehn Objekten zu knapp ist, wähle die stärkste, eine mittlere und die schwächste Salzkonzentration aus. Lege Deckgläschen auf und beobachte nach 15 Minuten. Halte deine Beobachtungen schriftlich und durch Skizzen fest. Willst du mehr erfahren, frage nach bzw. schlage in einem Biologiebuch unter den Begriffen "Plasmolyse" bzw. "Grenzplasmolyse" nach.

Hilfsmittel

Versuch 1: Schnittblumen, Leitungswasser, 1 Flasche Mineralwasser, Kochsalz, Waage, Löffel, Kochplatte mit Topf oder Bunsenbrenner mit Stativ und Becherglas (1 l Fassungsvermögen)

Versuch 2: Schnittblumen, Salz, Wasser, 1 kleiner Eimer, 10 Flaschen mit 1 l Fassungsvermögen, Messbecher, Material zum Beschriften (wasserfeste Stifte, Klebeband)

Versuch 3: Mikroskop, Zwiebel, Skalpell, Wasser, Pipetierflasche, Objektträger, Pinzette

Präsentationshinweise

Fertige über deine Versuche ein Protokoll an, so wie das die richtigen Forscher auch tun. Beachte dabei auch die Auswirkungen je nach dem wie lang oder wie kurz die Versuche durchgeführt wurden.

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